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Polsterpfeife

Vereinfacht ausgedrückt spricht man von einer Polsterpfeiffe, wenn man z.B. durch zusammenpressen der Lippen (=Polster) und ausblasen der Luft eine Tonschwingung erzeugt. Wird diese z.B. in ein Rohr geleitet, und über einen Trichter ausgeblasen, entsteht ein Ton, dessen Tonhöhe von der Presskraft der Lippen und der Länge des Rohres (Resonanzschwingung) abhängt. Auf diese Weise kann ein guter Spieler z.B. einer Trompete oder einer Posaune mehrere Oktaven überstreichen.

Stammtöne

Zu den Stammtönen zählen die sog. "ganzen Töne". Es handelt sich um Töne, welche vereinfacht gesagt den weissen Tasten einer Klaviatur entsprechen. Solche Töne haben kein Vorzeichen, sind also nicht um einen halben Ton höher, oder niedrieger. Zu den Stammtönen (Stammton) gehören die Töne/Noten - c - d - e - f - g - a - h -

Stimmzug

Der Stimmzug dient dazu, das Blechplasinstrument (Posaune) an die immer wieder verschiedenen Bedingungen anzupassen, also abzustimmen. So wie jedes Instrument, muss auch die Posaune immer wieder neu gestimmt werden. Der Stimmzug lässt sich verschieben, und verlängert oder verkürzt nun das Rohrsystem, also den Resonanzkörper. Dadurch verändert sich auch der Ton (geringfügig).

Tonleiter

Bei einer Tonleiter handelt es sich in der Musik um eine zuvor definierte (je nach Art der Tonleiter) auf- und absteigende Folge von Tönen, welche jedoch in einem musikalischen Zusammenhang (Tonart) stehen (B-DUR, ES-DUR, F-DUR, AS-DUR....). Üblicherweise hat eine Tonleiter immer den Umfang einer Oktave (Intervall). Die rechts gezeigte Tonleiter ist eine sog. B-DUR Tonleiter. Der erste Ton ist das tiefe B, der letzte Ton ist das hohe B. (B, C, D, Es, F, G, A, B). Tonleitern können - um es dem Anfänger leichter zu machen - auch nach dem 4. Ton (also beginnend mit dem 5. Ton der Tonleiter) eine Oktave tiefer gesetzt fortgeführt werden, einfach weil die hohen Töne, z.B. bei der Es-Dur Tonleiter, recht schwer zu spielen sind.

Takt

Die Abb. zeigt eine ältere Variante eines Metronomes. Sie kennen das sicher, dass ist dieses Ding was immer "tack, tack, tack, tack..." macht, ähnlich wie eine Uhr. Bei der mech. Version schwingt ein Pendel hin und her. Elektronische sind natürlich komfortabler, und können ganz nebenbei sogar zum stimmen von Instrumenten verwendet werden. Je nach Einstellung (2/4 Takt, 3/4 Takt, 4/4 Takt....) ist der Takt-Rhytmus unterschiedlich.

Takt, 2/4 Takt

Der 2/4 Takt basiert auf die Länge von viertel Noten. Normalerweise besteht bei viertel Noten ein Takt aus 4 viertel Noten. Dies ist beim 2/4 Takt jedoch n i c h t der Fall. Hier besteht ein Takt aus 2 viertel Noten. Also zwei (Takt) Schläge entspricht hier die Länge von einem Takt. Das bedeutet, das zwei viertel Noten einem Takt entspricht. Natürlich ist bei diesem 2/4 Takt eine halbe Note auch ein Takt.

Tonart

Eine Tonart bestimmt, welche Töne im Notensystem von den ganzen Tönen abweichend gespielt werden sollen. Bei der Tonart "2b" wird somit aus jedem "H" ein "B", und aus jedem "E" wird ein "Es". Da es diese Töne in verschiedenen Tonhöhen (quasi in verschiedenen Oktaven) gibt, gilt das somit für j e d e n jeweiligen "H" und "E". Natürlich gibt es noch viele weitere Tonarten, die dann andere, oder ergänzende Töne verändern. Die Tonart ist also letztlich eine "Menge" von Tönen (eine Untermenge) welche aus der "Obermenge" (alle Töne der chromatischen Tonleiter = "ganze" Töne) abgeleitet sind. Es gibt auch Tonarten ohne Vorzeichen. Das ist dann bei der Posaune die C-Dur Tonart.

Hinweis; ein Musikstück hat bei unterschiedlichen Instrumenten üblicherweise auch unterschiedliche Tonarten. Dann gibt es noch die (vielen) sog. "Kreuz" Tonarten (#). Und letztlich gibt es noch die vielen "b" Tonarten (b). Manche Tonarten sind recht selten anzutreffen. Hier im Bild (rechts) ist im Notensystem die Tonart "b-dur" zu sehen. Dabei wird wie schon erläutert aus jedem "H" ein "B" und aus jedem "E" wird es "Es". Die Töne werden also um einen halben Ton tiefer gespielt, was immer beim Vorzeichen "b" so ist, während beim Vorzeichen "#" der Ton einen halben Ton höher gespielt wird.

Tonverhältnisse

Jeder Ton hat eine bestimmte Höhe. Somit gibt es ein Verhältnisse aller Töne zueinander. Das Verhältnis zueinander kann durch abzählen der (Ton) Stufen ermittelt werden. Dazu wird "einfach" irgend eine Tonstufe als die "erste" angenommen. Da man immer unten beginnt zu zählen (auf den Linien), ist der tiefste (gegebene) Ton

die 1. Stufe, und diese heisst "Prime",
die 2. Stufe ist die "Sekunde",
die 3. Stufe ist die "Terz",
die 4. Stufe ist die "Quarte",
die 5. Stufe ist die "Quinte",
die 6. Stufe ist die "Sexte",
die 7. Stufe ist die "Septime",
die 8. Stufe ist die "Oktave", und damit das bekannteste Intervall,
die 9. Stufe ist die "None",
die 10. Stufe ist die "Dezime",
die 11. Stufe ist die "Undezime",
die 12. Stufe ist die "Duodezime",
...

Wenn also z.B. der Ton C als "Prime" angenommen wird, so ist der Ton D eine "Sekunde" höher, der Ton E ist dann eine "Terz" höher, der Ton F ist dann eine "Quarte" höher, usw....man sagt auch, der Ton C bildet mit dem Ton F das Intervall einer Quarte.

Transposition

Die "normale" Tenor Zugposaune ist in Bb gestimmt. Bei ganz eingeschobenenen Zug auf Lage 1, bzw. Zugposition 1 ergibt sich der Ton B. Das B ist also der Grundton (in B gestimmt). Dieses B ist auch im Notensystem notiert. Die Noten werden also 1:1 gespielt, ohne Transposition, also so wie notiert. Diese Art der Tenor Zugposaunen sind also sog. nicht transponierende Musikinstrumente.

Vortragsanweisung

Eine Vortragsanweisung ist ein Zeichen (es gibt div. derartige Zeichen), welche dem Musiker zu verstehen gibt, wie er ein Musikstück zu spielen hat. Es gibt Zeichen, welche die Lautstärke einzelner Noten oder Notenpassagen bestimmen (piano...forte), welche, die den Charakter vorgeben (mesto = traurig, giocoso = lustig), und natürlich auch solche, welche die Geschwindigkeit angeben (Lento = langsam, Presto = schnell), sowie noch viele weitere derartige Anweisungen.

Vorzeichen

Manche Töne - die ganzen Töne, oder auch die Stammtöne (Naturtöne) genannt - haben ein Vorzeichen. Es gibt ein Vorzeichen, um so einen Ton um einen Halbton niedriger (tiefer) zu spielen, und ein Vorzeichen, um so einen Ton einen Halbton höher spielen zu können. Dabei sind die Noten in der gleichen Höhenposition wie der "zugehörige" ganze Ton, von dem dieser Halbton abgeleitet wurde. Ein "b" (sprich: bee) ist ein Vorzeichen, welches einen Ton um einen Halbton niedriger erklingen lassen soll. Ein "#" (sprich: Kreuz) ist ein Vorzeichen, welches einen Ton um einen Halbton höher erklingen lassen soll. Daraus folgt zwangläufig - leider - dass ein und derselbe Ton auf dem Notensystem völlig anders dargestellt werden kann :-( .... dazu später mehr an dieser Stelle. Diese Vorzeichen sind gelten immer bis zum Ende des Taktes, in dem das Vorzeichen notiert ist.

Vorzeichen, Auflösungszeichen

Als weiteres, zugehöriges Vorzeichen gibt es noch ein spezielles Zeichen, welches wie rechts zu sehen dargestellt wird. Dieses Auflösungszeichen löst die Vorzeichen "b" und "Kreuz" auf, ist ist ebenfalls bis zum Ende des Taktes, in dem das Auflösungszeichen notiert ist, gültig. In diesem Beispiel wird zu Beginn zwar im Notensystem die Tonart "2b" eingeleitet, jedoch soll eines der "b" für den zweiten halben Ton "es" nicht mehr gültig sein, somit wird aus dem "es" somit ein "e".

Wasserklappe

Die Wasserklappe ist eine kleine Öffnung, ein Hebel, eine Art Verschluß, der in den Spielpausen kurz betätigt werden muss, um das Kondenswasser, welches sich während des Musikspielens an den Innenwänden der Posaune sammelt, abzulassen. Dieses Wasser sollte man vorzugsweise nicht einfach auf den Boden laufen lassen, sondern in einem kleinen Behälter, oder alternativ ein Tuch unterhalten, welches die kondensierte Atemluft aufnehmen kann.

Zugschloß

Das Zugschloß dient dazu, den Zug der Posaune - der auch schon mal "herausrutschen" kann, und damit herunter fallen kann (was peinlich ist, und nicht passieren sollte) zu sichern.

Ergänzende Links